Arcitektur und Kunst

Für ein orthodoxes Heiligtum, sei es noch so bescheiden, sind sakrale Symbolik und Schönheit wichtig. In allem soll sich ja das Urbild im Himmel widerspiegeln. Schönheit gehört wie Liebe, Güte, Allmacht, usw. zu den Eigenschaften Gottes, oder wie man auch sagt, zu den Namen Gottes. Daher ist die Schönheit eine geistige Notwendig

Aus ideellen wie aus wirtschaftlichen Gründen sollten alle Bauformen und -techniken so einfach sein, daß man sie in Eigenleistung ausführen kann. Über kräftigen Mauern und Rundbögen ruhen einfache Holzbalkendecken.
Die Bauproportionen sind von harmonischen ganzzahligen Verhältnissen bestimmt, wie sie auch im sakralen Gesang und im Modussystem des Deutschen Chorals wiederkehren.
Künstlerisch gestaltete Bauelemente, etwa an Kapitellen, greifen die Formensprache der frühen Weserromanik auf und entwickeln diese weiter. Die frühe, vorromanische Architektur und Kunst unserer Region ist der zeitgleichen byzantinischen erstaunlich nahe. Es war die Zeit der großen europäischen kulturellen und geistigen Einheit von Irland bis nach Georgien.


Die Besonderheiten der Berglandschaft erfordern einen erheblichen gestalterischen Aufwand. In einigen Bereichen wurden Terrassen mit Sandsteinmauern angelegt. Allein im Jahr 1992 wurden 2000 heimische Sträucher gepflanzt, wegbegleitend, als Bekrönung oder Fortsetzung der Sandsteinterrassen sowie als Einfriedung. Dadurch wird der Wasserhaushalt harmonisiert und es entsteht Lebensraum für vielfältige Kleintierarten und Pflanzen. In den Gartenmauern haben sich Schlangen und Kleinechsen angesiedelt. Die Artenvielfalt der Vögel ist überwältigend. Im Herbst rasten Schwärme von Zugvögeln im Klostergelände.
Kunst - Wandmalerei








